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in Nauen

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Veröffenlichungen > Lebendig mitfeiern

Gedanken zur Lithurgie der Meßfeier

9. Credo = Ich glaube

Da fällt uns sofort der Satz ein: "Glauben heißt: nicht wissen": - "Ich glaube, morgen scheint die Sonne - aber heute kann man das noch nicht genau wissen." - "Ich glaube, ich werde krank; ich habe so ein komisches Gefühl in mir."
In unserem Alltag kann das Wort "glauben" verschiedene Bedeutungen haben: z.B. vermuten, meinen, eine Ungewisse Ahnung haben.

Da sagt einer: "Gestern hat der Verein X, Y gewonnen." - Darauf der andere: "Das glaube ich nicht." - Der erste: "Das kannst du ruhig glauben; mein Bruder hat es mir erzählt. Der hat das Spiel gesehen."

Das ist eine andere Bedeutung "glauben" = etwas für wahr halten auf das Zeugnis eines anderen hin.
Glauben kann aber auch noch bedeuten: "Ich vertraue dir." "Ich glaube dir das", weil ich mein Vertrauen in dich setze. Weil du es sagst, glaube ich dir. Du mußt mir das nicht alles und ständig eigens beweisen. "Ich glaube dir, weil ich dich liebe."
Jetzt verstehen wir besser, was es heißt: Ich glaube an Gott. Es meint: Ich vertraue Gott, ich setze mein Leben auf die Gemeinschaft mit ihm. Ich vertraue mich Gott an im Gebet - ich setze mein Leben auf ihn, ich bin gewiß: er verläßt mich nicht, er läßt mich nicht hängen. Er steht zu mir, und ich halte zu ihm.
Glauben heißt: sein Leben in Gott festmachen, in ihm verankern; und mein Leben wird hell und voller Zuversicht auch wenn ich nicht immer durchblicke. Gott hat sich in Jesus, seinem Sohn, zu erkennen gegeben. Jesus, unser Bruder, begleitet uns durch unser Leben, er führt uns durch seinen heiligen Geist. Diesem dreifaltigen Gott können wir uns ganz anvertrauen.
Glauben heißt, "ich vertraue Gott" - "ich vertraue mich ihm ganz an".

(Text von Pfarrer Matthias Kucklick aus Rathenow)


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Aktualisierung: 20.02.2005