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Veröffenlichungen > Lebendig mitfeiern

Gedanken zur Lithurgie der Meßfeier

8. Antwortgesang und Halleluja

Zwei sitzen beieinander, der eine aus einer wortreichen Gegend des Rheinlandes, der andere aus dem wortkargen Friesland. Der eine erzählt, erzählt ... Der andere sagt kein einziges Wort. Am Schluß meint der erste: "Jetzt haben wir uns gut unterhalten."

"Wort des lebendigen Gottes" - so schloß die erste Lesung. Gott hat mich angesprochen. Das darf keine "Einbahnstraße" bleiben. Im Antwortlied (Psalm/Graduale) antworten wir – und so entsteht ein Gespräch. In der klassischen Zeit der Römischen Liturgie wurde dieser Antwortpsalm ad gradus = an den Stufen des Ambo, gesungen. Daher auch die Bezeichnung: Graduale.

Es gibt Lieder und Schlager die einem nicht aus dem Kopf gehen. "Ohrwürmer" sagen wir zu solchen Melodien.

Aus den ersten christlichen Jahrhunderten kennen wir auch solch einen religiösen "Evergreen"; die Christen sangen oder summten ihn nicht nur im Gottesdienst, sondern auch bei der Arbeit: es war das "Halleluja".

Dieses Wort stammt aus der hebräischen Sprache:

halle - lu - Jahwe und heißt übersetzt: Lobet Gott, preiset Gott!

In unseren Gottesdiensten steht das Halleluja vor dem Evangelium:

Es ist ein Begrüßungsruf an Christus, der im Wort des Evangeliums auf uns zukommt. Deshalb stehen wir schon zum Halleluja auf und singen möglichst diesen Jubelruf! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht ist bei unserem Gott ... Halleluja!

(Text von Pfarrer Matthias Kucklick aus Rathenow)


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Aktualisierung: 20.02.2005