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in Nauen

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Veröffenlichungen > Lebendig mitfeiern

Gedanken zur Lithurgie der Meßfeier

4. Kyrie eleison!

Das Kyrie der Messe gleicht einem hochangesehenen, aber verarmten Fürstengeschlecht. Ältester Adel!
Der Verehrer des Sol invictus (des unbesiegten Sonnengottes) betete auf dem Dach seines Hauses zur aufgehenden Sonne hin sein Morgengebet: Kyrie, eleison!
Wenn in Rom ein Triumphator die Via sacra zum Kapitol hinauffuhr, dann klang ihm von allen Seiten in endlosen Litaneien entgegen: Kyrie, eleison! Ein Hochruf und Ruf um Teilhabe am Glanz des Sieges.
Dem Kaiser beim Staatsbesuch rief man es entgegen.
Dieses "Kyrie, eleison" ist ein Jubelruf - es ist aber zugleich auch ein Ruf um Erbarmen: Herr, erbarme dich!

Im den Evangelien finden wir viele Erzählungen von Menschen, die sich in Not und Verzweiflung, in Krankheit und Ausweglosigkeit an Jesus gewandt haben: Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!

Der Herr ist herrlich in seinem Erbarmen mit den Menschen. Er hat ein Herz für alle. Wie der Blinde am Weg, so rufen auch wir zu Jesus Christus:

HERR, erbarme dich!
CHRISTUS, erbarme dich!
HERR, erbarme dich!

(Text von Pfarrer Matthias Kucklick aus Rathenow)


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Aktualisierung: 20.02.2005