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Gedanken zur Lithurgie der Meßfeier
3. Ich bekenne
"Da dürfen wir uns aber nicht erwischen lassen!" - Ein solches Wort begleitet Kinder und Erwachsene. Schon Adam und Eva haben sich versteckt im Paradies, als die gegen Gott gesündigt hatten.
Wir Menschen möchten uns oft am liebsten verstecken mit dem, was wir angestellt haben, wir haben Angst, es vor Gott und voreinander zuzugeben. Das ist menschlich verständlich, aber für Christen ist die Situation anders. Wir Christen geben schon etwas zu, wir sagen es offen und frei heraus:
Ich bekenne vor Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, daß ich Gutes unterlassen und Böses getan habe.
Vor Gott sind wir alle, so sagen wir es am Anfang des Gottesdienstes armselige Sünder!
Ich denke an den verlorenen Sohn oder - noch besser - den barmherzigen Vater:
Vater, ich habe gesündigt vor dem Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert, dein Kind zu heißen.
Wenn wir das so ehrlich sagen, dann wird uns der Vater wieder aufrichten; er nimmt uns in seine Arme und hält mit uns das große Festmahl - so wie im Mahl der Eucharistie.
(Text von Pfarrer Matthias Kucklick aus Rathenow)
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