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Gedanken zur Lithurgie der Meßfeier
2. Der Gruß
Im Jahre 1788 ist ein Buch erschienen mit dem Titel "Über den Umgang mit Menschen". Es ist eine Sammlung von Lebensregeln für die damalige Zeit, und der Verfasser war Adolf von Knigge. Im "Knigge" kann man auch lesen, was früher allen selbstverständlich war, wer wen und wie grüßen soll: der Herr die Dame, der Jüngere den Älteren, ein Kind die Erwachsenen.
Eine Regel, die auch heute noch beachtenswert ist, heißt:
"Grüßen ist Höflichkeit, danken ist Pflicht."
Im Gottesdienst der Kirche gibt es verschiedene Stellen, bei denen der Priester die Gemeinde grüßt: "Der Herr sei mit euch!" oder: "Der Friede des Herrn sei alle Zeit mit euch!"
"Der Herr sei mit euch!" - Das ist ein "gefüllter" Wunsch: Ich wünsche euch Gottes Nähe! Da darf ich meinen Gedanken keinen "Spaziergang" erlauben, da darf ich nicht stumm bleiben.
"Grüßen ist Höflichkeit, danken ist Pflicht." Deshalb heute einmal ganz bewußt:
Der Herr sei mit euch! Und mit deinem Geist(e)!
(Text von Pfarrer Matthias Kucklick aus Rathenow)
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