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in Nauen

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Veröffenlichungen > Lebendig mitfeiern

Gedanken zur Lithurgie der Meßfeier

11. Brot und Wein

In meiner Familie gab es einen Brauch: Wenn ein neues Brot angeschnitten wurde, dann zeichnete man vorher ein Kreuz darauf. Dieses Kreuzzeichen sagt uns: Wenn du das Brot ißt, so denke daran, daß es nicht selbstverständlich ist, Brot zu haben. Millionen Menschen haben kein Brot oder zuwenig. Vergiß nicht, zu teilen!

Das Kreuzzeichen über das Brot erinnert uns aber auch daran: Das Brot muß erst verdient werden. Viel Mühe und Arbeit steckt darin. Im übertragenen Sinn kann man sagen: Die Arbeit aller Menschen steckt in diesem Brot. Vergiß das nicht und iß es deshalb mit Ehrfurcht und Dankbarkeit! Laß es nicht verkommen und wirf es nicht weg! Sonst wirfst du dich selbst weg.

Schließlich erinnert das Kreuzzeichen über das Brot daran, daß Jesus beim letzten Abendmahl Brot in die Hände nahm und sprach: "Nehmt und eßt alle davon - das ist mein Leib!"

Damit der Mensch leben kann, braucht er zumindest Brot und Wasser, Essen und Trinken. Das schönste und beste Getränk ist der Wein. Er ist das Getränk der Freude: Beim Fest, beim zusammensein mit Freunden ... "Der Wein erfreut des Menschen Herz", so heißt es schon im Alten Testament (Ps 104,15). Jesus hat den Wein gewählt, um sich uns zu schenken. "Dann nahm er den Kelch mit Wein, sprach das Dankgebet und reichte ihn seinen Jüngern mit den Worten: Nehmt und trinkt alle daraus, das ist mein Blut ... tut dies zu meinem Gedächtnis!"

Brot und Wein - Speise und Trank - unser Leben. Wir bringen sie als Gaben; ein heiliger Tausch wird sich vollziehen. Als Leib und Blut des Herrn werden sie uns wieder geschenkt.

(Text von Pfarrer Matthias Kucklick aus Rathenow)


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Aktualisierung: 20.02.2005