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Herzlich Willkommen in unserer Katholischen Kirche, hier in Nauen!
Unsere Kirche ist den Heiligen Aposteln Petrus und Paulus geweiht.
Erbaut wurde sie vom Oktober 1905 bis Juli 1906. Architekt war Herr Josef Welz aus Berlin. Die Kosten betrugen damals 80.000 Reichsmark.
Sie ist eine Neo-romanische Basilika mit lichtem Mittelschiff und zwei Seitengängen. Das Querschiff im Altarraum ist etwa so breit, wie das Längsschiff lang ist.
Die Gesamtlänge beträgt 32 m, die Breite 15 m, die Höhe 12 m und der Turm ist 36 m hoch.
Das Querschiff hat drei Korbbogengewölbe und das Hauptschiff eine Holzbalkendecke, die noch original ist. Die Kuppel im Korbbogengewölbe über dem Altarraum hat ein Abschlussoberlicht aus Bleiverglasung.
Die Kirche hat ein Doppelkronendach aus Biberziegeln. Der Turm hat ein Kupferdach.
In der Apsis befindet sich ein Mosaik "Der Thronende Christus". Dieses Mosaik ist 6 m hoch und wurde 1964 vom Künstler Herrn Brückner-Füllroth aus Ahrenshoop geschaffen. Links daneben steht der Hl. Petrus mit dem Himmelsschlüssel, rechts der Hl. Paulus mit dem Wort, dem Buch der Verkündigung.
Vor dem Altar links ist Maria mit dem Jesuskind, rechts der Hl. Josef mit unserer Kirche in seinen Händen. Auch diese vier Statuen hat Herr Brückner-Füllroth entworfen. Geschnitzt wurden diese Figuren in Halle und in Hüpstedt/Eichsfeld.
In den Gängen hängen die 14 Stationen des Leidensweges Jesu (Kreuzweg). Entworfen und geschnitzt hat sie der Bildhauer Herr Härtel aus Frankfurt/Oder in der Zeit vom 1960 bis 1966.
Hinten links neben dem Beichtstuhl steht unsere Antonius-Figur. Gemeinsam mit der Mutter-Gottes Figur, die in der Giebelniesche des Pfarrhauses steht, haben wir diese 1971 aus Dahme/Mark als Dauerleihgabe erhalten. Diese Darstellungen wurden 1934 für die Weltausstellung in Montreal aus Kupferblech gefertigt und sind 2,15 m groß.
Die Fenster sind aus 3 cm dickem Betonglas. Sie wurden nach Entwürfen des Künstlers und Bildhauers Herr Römer aus Leipzig und nach Entwürfen von Herrn Pfarrer Sciesinski von Herrn Glasermeister Peters aus Wittenberge gefertigt, und von der Kolpingsfamilie Nauen in Eigenleistung eingesetzt. Am Eingang sieht man Weizen und Trauben als Symbol der heiligen Eucharistie, am Querschiff und in der Sakristei die sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Kommunion, Buße, Krankensalbung, Priesterweihe und Ehe.
Über der Orgel der Schlüssel Petri, die erlöste Kirche und das Schwert des Paulus mit der Krone, d.h. die Vollendung des Lebens. Die Orgel ist ein heutzutage sehr seltenes Exemplar mit Lederklappendichtung, mit 2 Manualen, 8 klingenden Registern und Pedal. Sie wurde 1896 in Auftrag gegeben und von der Firma Schlag & Söhne aus Schweidnitz in Schleswig hergestellt.
Die Säulenkapitelle sind noch im Rohbau und wurden nicht fertiggestellt.
Unsere Werktagskapelle befindet sich rechts neben dem Altar. Hinter dem Altar der Kapelle ist eine Szene der Kreuzigung Jesu zu sehen.
Der Jesus-Korpus war einmal ein Wegekreuz bei Deuna im Eichsfeld. Maria und der Apostel Johannes stammen aus Südtirol und waren ein Geschenk an unsere Kirche. Die Zwischendecke besteht aus russischer Lärche.
Der Tabernakel in der Altarraummitte enthält das heilige eucharistische Brot, das in der heiligen Messe geweiht, gewandelt und konsekriert wird. Zur Ehrfurcht mahnt rechts das ewige Licht. Links im Altarraum steht der Taufstein; Anfang des christlichen Lebens im Wasser und im Heiligen Geist. Ein Mensch wird hineingetaucht in das Geheimnis Jesu Christi, der von Gott gesandt und als sein Sohn die Welt erneuert hat. Er wollte nicht besitzen, sondern geben. Nicht beherrschen, sondern befreien. Nicht Rache, sondern Erbarmen, Vergebung und Liebe!
(Text von Bernhard Ermer)
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